Allgemein

Veranstaltungstipp in Tübingen 945 531 BerTA - Regenbogenfamilien in Stuttgart

Veranstaltungstipp in Tübingen

Am 26. Juni von 18:30 bis 21:00 Uhr findet die Podiumsdiskussion „Leben mit und ohne Kinder – (Queer)feministische Utopien und Fallstricke“ in der Museumsgesellschaft in Tübingen statt. Auch BerTA ist dabei, um die Perspektiven und Themen von Regenbogenfamilien mit einzubringen. Untenstehend findet ihr die die ganze Veranstaltungseinladung:

Liebe Interessierte,

wir wollen Sie ganz herzlich zur Podiumsdiskussion „Leben mit und ohne Kinder – (Queer)feministische Utopien und Fallstricke“ einladen, die am 26. Juni von 18:30 bis 21:00 Uhr in der Museumsgesellschaft in Tübingen stattfinden wird.

Gemeinsam mit Borghild Strähle, Rebecca Rottler, Almut Birken und Anne Steckner diskutieren wir die (Un)Möglichkeit der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Care Arbeit in kapitalistischen Verhältnissen und (queer)feministische Utopien für das Zusammenleben von Kindern und Erwachsenen.

Die Veranstaltung findet in Präsenz statt, die Referent*innen sind vor Ort. Wir freuen uns auf die Begegnung. Sie wird aber auch via Zoom übertragen. Wir bitten um Anmeldung möglichst bis zum 19. Juni unter info@tifs.de

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „(Queer)Feminismen im Dialog – Elternschaft in Bewegung“ statt, die vom Forschungsinstitut tifs durchgeführt wird. Sie wird finanziert aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat.

Offener Brief der BIG RBF Fachkräfte zur Reform des Abstammungsrechts 882 455 BerTA - Regenbogenfamilien in Stuttgart

Offener Brief der BIG RBF Fachkräfte zur Reform des Abstammungsrechts

Zum Internationalen Kindertag am 01.06 hat die Bundesintereressensgemeinschaft Regenbogenfamilien – Fachkräfte einen offenen Brief an den Bundesminister der Justiz geschrieben. Der Brief kann auch unter: [BIG Homepage] als PDF runtergeladen werden. Gerne verbreiten!

Bundesminister der Justiz
Herrn Dr. Marco Buschmann
Bundesministerium der Justiz
11015 Berlin


Offener Brief der Bundesinteressengemeinschaft Regenbogenfamilien-Fachkräfte zur Reform des
Abstammungsrechts

(Nachrichtlich an die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die fachpolitischen Sprecher*innen der im Bundestag vertretenen demokratischen Parteien)

Berlin, 25.05.2023

Sehr geehrter Herr Bundesminister,

die Bundesinteressengemeinschaft (BIG) Regenbogenfamilien-Fachkräfte wendet sich heute erneut an Sie. Vor anderthalb Jahren, nach Abschluss des Koalitionsvertrags, gratulierten wir der gesamten Regierung zum erarbeiteten Ergebnis. Der Vertrag benannte sehr viele der Bedarfe der Familien, die wir vertreten, und machte Hoffnung auf ein Abstammungs- und Familienrecht, das endlich die reale Lebensvielfalt der Familien in Deutschland widerspiegelt. Es wurde angekündigt, dass die Reform bis Herbst 2023 abgeschlossen sein würde. Nun ist es Sommer 2023 und wir sehen immer noch keinen Fortschritt bei der Reform des sogenannten Abstammungsrechts. Es liegt noch nicht einmal ein aktueller Referent*innenentwurf vor.


Mit dem derzeitigen Abstammungsrecht werden Kinder aus Regenbogenfamilien rechtlich, finanziell
und sozial benachteiligt, da sie nach der Geburt nur einen rechtlichen Elternteil haben und damit weniger gut abgesichert sind als Kinder aus cisgeschlechtlichen, heterosexuellen Beziehungen. Deshalb besteht dringender Handlungsbedarf!
Wir möchten den Internationalen Kindertag zum Anlass nehmen, um anhand von Beispielen aus unserer fachlichen Praxis zu verdeutlichen, was der Stillstand bei der Reform des Abstammungsrechts für Kinder aus Regenbogenfamilien bedeuten kann.
Wir zeigen im Folgenden vier Problemfelder auf, die sich aus der bisherigen rechtlichen Situation (als
Status Quo bezeichnet) ergeben und formulieren daraus Lösungen (als Forderungen bezeichnet).

Status quo 1: Bei einem queeren/LSBTIQ* Paar muss der Elternteil, der das Kind nicht geboren hat,
das Kind adoptieren.

Beispiel: Das Kind wird krank und muss mit der nichtleiblichen Mutter ins Krankenhaus. Die
leibliche Mutter ist bei der Arbeit. Der Prozess der Stiefkindadoption ist noch nicht abgeschlossen. Ohne Vollmacht darf die nichtleibliche Mutter keine Entscheidungen treffen und bekommt keine Informationen über den Zustand ihres Kindes.


Beispiel: Ein Elternteil erkrankt schwer, bevor die Stiefkindadoption vollzogen ist. Wenn der
rechtliche Elternteil stirbt, ist das Kind erstmal Vollwaise. Wenn der adoptierende Elternteil
vor Abschluss der Adoption stirbt, bekommt das Kind keine Halbwaisenrente.


Beispiel: Ein lesbisches Paar hat sich kurz nach der Geburt des Kindes getrennt. Während die
leibliche Mutter anfangs noch den Kontakt zwischen Kind und nichtleiblicher Mutter ermöglicht, unterbindet sie diesen nach einigen Monaten gänzlich. Das Kind ist zu diesem Zeitpunkt
noch zu jung, um eigene Bedürfnisse nach Kontakt oder Nicht-Kontakt artikulieren zu können.
Der nichtleiblichen Mutter fehlt es an Möglichkeiten, ihren Wunsch nach der weiteren Ausübung einer Elternrolle rechtlich durchzusetzen.

Forderung 1: Die rechtliche Eltern-Kind-Zuordnung muss angepasst werden. In einer Ehe oder eingetragenen Lebenspartnerschaft müssen beide Elternteile automatisch rechtliche Eltern werden können. Bei unverheirateten Paaren muss die Elternschaft unkompliziert vorgeburtlich anerkannt werden können, d.h. analog zur bisher bestehenden Vaterschaftsanerkennung brauchen wir sowohl eine Mutterschaftsanerkennung als auch eine Elternschaftsanerkennung.

Status quo 2: Die gebärende Person wird unabhängig vom Geschlechtseintrag automatisch als „Mutter“ in die Geburtsurkunde eingetragen. Die Samen gebende Person wird als „Vater“ eingetragen oder
muss die Stiefkindadoption durchlaufen. Standesämter handhaben die Eintragung sehr unterschiedlich
und willkürlich.

Beispiel: Ein Standesamt weigert sich, einen leiblichen Elternteil in die Geburtsurkunde einzutragen, da dieser keinen Geschlechtseintrag hat. Das Kind hat dadurch monatelang keinen rechtlichen Elternteil. Somit gibt es kein Elterngeld und auch keinen Kita-Gutschein für das
Kind.
Beispiel: Ein Kind mit einem trans* Vater wird bei der Anmeldung in der Kita durch die Geburtsurkunde gegenüber den Erzieher*innen zwangsgeoutet, da der Name und die Elternbezeichnung in der Geburtsurkunde nicht mit denen des Vaters übereinstimmen. Durch die Reaktionen und das Infragestellen der Geschlechtsidentität des Vaters durch die Erzieher*innen
werden Irritationen für das Kind produziert.


Forderung 2: In der Geburtsurkunde müssen geschlechtsneutrale Bezeichnungen gewählt werden können. Trans* und inter* Eltern und Eltern mit dem Personstand „divers“ oder ohne Geschlechtseintrag
müssen mit ihrem tatsächlichen Namen und der gewünschten Elternbezeichnung in die Geburtsurkunde eingetragen werden können, auch rückwirkend.


Status quo 3: Wenn Personen mit Hilfe einer privaten Samenspende ein Kind zeugen, ist die rechtliche Situation bis zum Vollzug der Stiefkindadoption für alle Beteiligten unsicher.
Beispiel: Ein lesbisches Paar und eine samenspendende Person haben sich darauf geeinigt,
dass diese keine Rechte und keine Pflichten hat. Das Paar trennt sich kurz darauf. Die leibliche Mutter bleibt alleinerziehend und alleiniger rechtlicher Elternteil. Irgendwann beantragt sie Bürgergeld. Das Amt fordert sie auf, den Namen der samenspendenden Person zu nennen und von dieser Unterhalt zu verlangen. Da sich die Mutter aufgrund der Absprachen weigert, wird der Unterhalt von der Sozialleistung abgezogen. Mutter und Kind sind dadurch armutsbetroffen.
Beispiel: Ein privater Samenspender hat die Befürchtung, trotz vorheriger anderslautender Absprachen zu Unterhaltszahlungen herangezogen zu werden und zieht sein Samenspende-Angebot zurück. Das lesbische Paar mit Kinderwunsch kann sich diesen nicht erfüllen, weil die Kosten für die reproduktionsmedizinische Behandlung zu hoch sind. Der Kinderwunsch kann
nicht realisiert werden.
Forderung 3: Es muss in Zukunft eine rechtliche Absicherungsmöglichkeit für Personen geben, die mit Hilfe einer privaten Samenspende eine Familie gründen. Mit einem neuen Rechtsinstrument, einer „Elternschaftsvereinbarung vor Zeugung“ können alle Beteiligten eine rechtsverbindliche Erklärung abgeben, wem eine Elternrolle und damit auch die dazugehörigen Rechte und Pflichten zukommen sollen. Auch private samenspendende Personen sollen in das Samenspenderregister aufgenommen werden können.

Status quo 4: In Deutschland können nur zwei Personen rechtliche Eltern eines Kindes sein.
Beispiel: Ein unverheiratetes schwules Paar und ein lesbisches Paar gründen zusammen eine Familie. Sie alle tragen gemeinsam die Verantwortung für ihr Kind und wechseln sich bei der Betreuung ab. Das Kind soll von der Kita abgeholt werden, weil es Fieber hat. Einer der Väter, der kein rechtlicher Elternteil ist, könnte sein Kind abholen und nach Hause bringen, bekommt aber keinen Kinderkrankentag. Das Kind muss krank warten, bis einer der zwei rechtlichen Elternteile es abholen kann.
Forderung 4: Eine Person, die Verantwortung für ein Kind trägt und dies in einer gemeinsamen Elternschaftsvereinbarung dokumentiert hat, soll auch rechtliche Sicherheit erhalten. Das Kind wiederum soll dieser Person gegenüber Unterhalts-, Erbschafts- und sonstige Ansprüche geltend machen können.

Wir könnten noch zahlreiche weitere Beispiele anführen. Jedes der ausgesuchten Beispiele steht für
unzählige Kinder, deren familiäre Situation vom aktuellen Abstammungs- und Familienrecht nicht oder
ungenügend abgebildet wird. Am Internationalen Kindertag proklamieren wir: Kinder aus Regenbogenfamilien brauchen endlich Gleichbehandlung und rechtliche Sicherheit.
Wir fordern Sie auf, diese durchzusetzen und die Reform unverzüglich auf den Weg zu bringen.
Über einen Termin mit Ihnen zur Klärung fachlicher Nachfragen in einem persönlichen Gespräch würden wir uns sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Bundesinteressengemeinschaft Regenbogenfamilien-Fachkräfte

Zu Gast im SWR2 Forum 1024 768 BerTA - Regenbogenfamilien in Stuttgart

Zu Gast im SWR2 Forum

Am 04. April waren wir zu Gast im SWR Studio, um eine Folge des SWR 2 Forums rund um das Thema Klein-/Kernfamilie aufzunehmen. Zu Gast waren außerdem Prof. Dr. Johannes Kopp von der Uni Trier, der sich im Rahmen seiner Professur für empirische Sozialforschung schon viel mit dem Thema Familie befasst hat und Autorin und Journalistin Anne Waak, die online aus Berlin zugeschaltet war und bald ihr zweites Buch zum Thema Familie rausbringt. Moderiert wurde das Ganze von Eva Röder vom SWR.

Wir haben uns zusammen über Alternativen zur Kleinfamilie und Themen wie Mehrelternschaft und Co – Parenting unterhalten, über die faire Aufteilung der Care – Arbeit, die Sicht der Kinder und was es für politische und gesellschaftliche Veränderungen braucht, damit alle Familien gut leben können.

Anhören kann man die Sendung hier: [Zur Sendung] oder unter Spotify: „Vater, Mutter, Kind, Stress – Wer braucht noch die Kleinfamilie?“

Uns hat das Gespräch viel Spaß gemacht und wir bedanken uns für die Einladung!

Pascal Haggenmüller, Landesvorsitzender der Grünen BW, bei BerTA zu Besuch 1024 768 BerTA - Regenbogenfamilien in Stuttgart

Pascal Haggenmüller, Landesvorsitzender der Grünen BW, bei BerTA zu Besuch

Am Samstag den 25.03 waren Pascal Haggenmüller, Landesvorsitzender der Grünen Baden – Württemberg, und Miriam Samira Aber, Referentin für Vielfalt und Empowerment, bei BerTA zu Besuch!

Gemeinsam haben wir unsere Beratungsstelle und unsere Angebote vorgestellt. Wir haben über unsere Beratungsthemen und unsere Gruppen berichtet, über unsere Bücherkoffer und die Workshops und Vorträge, zu denen wir angefragt werden. Mit dabei waren Sylvia, Jennifer und Paula von der ILSE Stuttgart, die alle selbst in einer Regenbogenfamilie leben und sich teilweise noch mitten in dem Prozess der Stiefkindadoption befinden. Sie konnten aus eigener Erfahrung von dem langen Prozess mit Hausbesuch und vielen Dokumenten berichten und die Schwierigkeiten und Hürden, die es teilweise gibt.

Anschließend daran, war natürlich auch das Abstammungsrecht und die geplanten Reformen Thema. Jana, die als Kind in einer Regenbogenfamilie aufgewachsen ist, hat berichtet, welche Veränderungen es aus ihrer Sicht braucht. So zum Beispiel, dass Themen rund um Regenbogenfamilien und Vielfalt in Einrichtungen wie Schulen oder Kitas präsenter sein müssen und Fachkräfte, wie Lehrer*innen, Sozialarbeiter*innen dementsprechend geschult werden. Denn bis jetzt hängt es viel zu oft an einzelnen engagierten Personen, die sich damit auseinandersetzen und das queere Vielfalt mitdenken.

Ein weiterer spannender Austausch fand über die Strukturen und Beratungsmöglichkeiten im ländlichen Raum statt.

Lieber Pascal, Liebe Miriam. Vielen Dank für diesen netten Besuch und unseren Austausch über Queerpolitik und BerTA!

05.-07. Mai – RBF Konferenz in Mannheim 1024 512 BerTA - Regenbogenfamilien in Stuttgart

05.-07. Mai – RBF Konferenz in Mannheim

Einladung zur Regenbogenfamilien-Konferenz vom 5.-7. Mai in Mannheim

Regenbogenfamilien sind in Öffentlichkeit und Gesellschaft immer noch wenig sichtbar.
Regenbogenfamilien müssen in ihrer Vielfalt als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher
Normalität respektiert und rechtlich abgesichert werden – dafür setzt sich der LSVD seit
vielen Jahren ein. Wir wollen auf der Konferenz über bestehende Diskriminierung ins
Gespräch kommen und sie sichtbar machen: von Kinderwunsch und Familienplanung übers
Eltern-Sein bis hin zur Verantwortung der Politik. Gleichzeitig soll die Konferenz ein Forum
und Treffpunkt für Regenbogenfamilien selbst sein, damit Eltern und Kinder empowert
werden.
Anmeldung unter: https://ba-wue.lsvd.de/rbfk2023

Die Konferenz wird organisiert vom LSVD Baden-Württemberg e.V. in Kooperation mit dem
LSVD Hessen, LSVD Bund und dem Queeren Zentrum Mannheim.

Queeres Yoga bei BerTA – unser neues Angebot! 828 465 BerTA - Regenbogenfamilien in Stuttgart

Queeres Yoga bei BerTA – unser neues Angebot!

Yoga is for every body: In einem geschützten Rahmen bietet dir dieser Kurs die Möglichkeit, über Asanas (=körperliche Übungen), Atem und Meditation deinem Körper und deinem Kind näher zu kommen. Der Kurs soll dich gut fühlen lassen und dich beim Elternwerden unterstützen – unabhängig davon, ob du selbst schwanger bist oder nicht.  

Du kannst alleine kommen oder eine*n/mehrere Partner*in(en) mitbringen. Der Kurs eignet sich für nicht schwangere und schwangere Personen in allen Trimestern; Einstieger*innen und Fortgeschrittene. Du brauchst bequeme Kleidung, in der du dich wohlfühlst. Matten und Decken sind vor Ort vorhanden. Falls du eine eigene Matte und/oder Decke mitbringen möchtest, darfst du das natürlich gerne trotzdem tun.

Über mich: Ich bin Catherina (sie/ihr), 30 Jahre alt und queer. Nach einigen Jahren in der Medienbranche mache ich seit 2021 eine Ausbildung und ein duales Studium zur Hebamme. Seit Frühjahr 2022 bin ich zertifizierte Yogalehrerin und habe bereits einen Schwangerenkurs unterrichtet. Yoga sehe ich als eine tolle Möglichkeit, sich auf Geburt und Elternwerden vorzubereiten – auf körperlicher, wie auf seelischer Ebene.

Alles wichtige auf einen Blick: 5 Termine, Dienstags: 25.04 – 25.05, 20:00 – 21:00 Uhr, nur als Ganzer Kurs buchbar.

Kosten: solidarischer Beitrag im Rahmen deiner finanziellen Möglichkeiten (Richtwert: 7-15 Euro pro Stunde und Person). Bitte bring deinen Beitrag für den gesamten Kurs in der ersten Stunde in bar mit. Wie viel du gibst, bleibt anonym. Alternativ ist auch eine Bezahlung per Paypal möglich. Mehr zum Soldiarischen Beitrag: https://static1.squarespace.com/static/54a1bf90e4b07c077787ed68/t/55d650e6e4b0bb73fdc7b993/1440108774760/GreenBottleSlidingScale.png

Anmeldung und Fragen: hebamme.cathi@posteo.de

Foto: Instagram: @leon.s.simon

Schulklasse zu Besuch 1024 768 BerTA - Regenbogenfamilien in Stuttgart

Schulklasse zu Besuch

Das Jahr hat frisch gestartet und schon wieder ist einiges los bei uns. Heute Vormittag war eine Schulklasse von angehenden sozialpädagogische Assistent*innen im 3. Ausbildungsjahr der Hedwig – Dohm – Schule Stuttgart bei uns zu Besuch. Die Schüler*innen und ihre Lehrkraft wollten BerTA kennenlernen und mehr über Regenbogenfamilien und die LSBTIQ Community erfahren.

Die Schüler*innen hatten sich schon im Unterricht mit ihrer Lehrkraft gut vorbereitet und kamen mit vielen Fragen. Ein großes Thema von den zukünftigen pädagogischen Fachkräften war, wie sich queere Personen und Regenbogenfamilien in ihren Einrichtungen wohl fühlen. Wir haben viel darüber gesprochen, welche Fragen man wie stellen kann, ohne Übergriffig zu sein, welche Möglichkeiten es gibt, dass LSBTIQ Personen und Regenbogenfamilien in der Einrichtung sichtbarer werden und wie Fachkräfte mit Eltern umgehen, die dem Thema nicht so wohlgesonnen gegenüberstehen. Viele Fragen konnten natürlich nicht abschließend und endgültig beantwortet werden.

Am Ende haben wir uns noch ein bisschen Zeit genommen, um in unseren Bücherkoffer hineinzuschauen. Auch wenn wir wie immer gemerkt haben, dass zwei Stunden viel zu kurz für so ein großes Thema waren, konnten wir den Schüler*innen einges an Inspiration für ihre Arbeit mitgeben. Vielen Dank für den netten Besuch.

Kinderbuchlesung mit Frl. Wommy Wonder 576 1024 BerTA - Regenbogenfamilien in Stuttgart

Kinderbuchlesung mit Frl. Wommy Wonder

Was für eine schöne letzte Veranstaltung in diesen Jahr! Am Sonntag den 11.12 hatten wir zusammen mit dem Jugendhaus Mitte unsere Lesung mit Frl. Wommy Wonder, die für uns queere Kinderbücher vorgelesen hat. Bei Punsch, Mandarinen und Lebkuchen kam Weihnachtsstimmung auf und wir haben ihr gespannt dabei zugehört, wie sie uns von Baby Bruno berichtet, der mit seinen zwei Mamas in einem Hochhaus wohnt und mit dem Nachbarskind, das ihn sehr gerne babysittet, viel Spaß hat (Buch: Der beste Babysitter bin ich). Danach haben wir zugehört, wie sich ein schwules Pinguinpaar sehnlichst ein Pinguinbaby wünscht und durch einen Zufall ein verlassenes Ei ausbrüteten kann, so dass ihr Wunsch erfüllt wird und sie eine glückliche Pinguinfamilie werden (Buch: Zwei Papas für Tango). Nach diesen zwei Büchern gab es eine Pause und für jedes Kind noch ein kleines Geschenk – passend zur Geschichte einen Pinguin Handwärmer. In der Pause konnte gespielt und gequatscht werden, auch unseren Bücherkoffer hatten wir dabei, so dass sich auch alle anderen Bücher angeschaut werden konnten. Nach einem Kostümwechseln von unserer bezaubernden Vorleserin ging es weiter mit „Wer hat schon eine normale Familie?“ Ein Buch in dem verschiedene Familienformen wie Adoptivfamilien, Pflegefamilien oder auch Großeltern/Kind Familien liebevoll und lustig thematisiert werden und so deutlich wird, dass jede Familie auf ihre eigene Art und Weise besonders ist. Als letztes Buch hatten wir „Julian ist eine Meerjungfrau“ ausgewählt, ein Buch mit farbenfrohen Bildern und eher wenig Text, dass trotzdem eine wundervoller Message über Toleranz Geschlechtervielfalt vermittelt, ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Nach dem Vorlesen konnten noch gemeinsam mit Frl. Wommy Wonder Bilder gemacht werden und wir haben den Nachmittag gemütlich ausklingen lassen


Liebe Anja und Nicole vom Jugendhaus Mitte – vielen lieben Dank für eure tolle Vorbereitung und die schöne gemeinsame Veranstaltung! Liebe Frl. Wommy Wonder – ein herzliches Dankeschön an dich für das tolle und lebendige Vorlesen. Und natürlich ein großes Dankeschön an alle Familien, die diesen Nachmittag gemeinsam mit uns verbracht haben!

Die Veranstaltung war Teil unseres Projekts „Lies mal queer“. Finanziert aus Landesmitteln die der Landtag Baden – Württemberg beschlossen hat.

BerTA beim BIG Treffen im Köln 640 360 BerTA - Regenbogenfamilien in Stuttgart

BerTA beim BIG Treffen im Köln

Am 25.11 und 26.11 waren Mathias und Rebecca in Köln beim B.I.G Treffen. B.I.G steht für Bundesinteressensgemeinschaft Regenbogenfamilien – Fachkräfte und wurde 2018 im Rahmen eines bundesweiten Austauschs in München gegründet. Seitdem melden sie sich mit Stellungsnahmen und Kommentaren in der politischen und juristischen Debatte rund um das Thema Regenbogenfamilie zu Wort. Darüber hinaus liegt der Fokus von B.I.G in der Vernetzung und den Fachaustausch von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden im deutschsprachigen Raum. Seit Ende 2020 sind wir ein Teil von B.I.G. und haben schon zwei Vernetzungstreffen während Corona online mitgemacht. Umso schöner, jetzt endlich alle Gesichter, von denen wir die Meisten nur über Zoom kanten, persönlich zu treffen. Freitagabend waren alle, die schon in Köln waren, zusammen Essen. Bei gutem Essen konnten wir uns so schon ein bisschen besser kennenlernen. Samstag hatten wir dann einen intensiven Tag. Teils vor Ort, teils hybrid haben wir uns mit unserem Selbstverständnis befasst, neue Informationen zum Abstammungsrecht ausgetauscht und uns weiter vernetzt. Dank toller Organisation von Birgit Brockerhoff (Regenbogenfamilien NRW) und Ines – Paul Baumann (rubicon) und mit Unterstützung einer Moderation hat der Spagat zwischen online und vor Ort wunderbar geklappt. Leider haben wir vom Samstag auch mitgenommen, dass sich die Änderungen des Abstammungsrecht noch länger hinziehen wird. Samstagabend ging es für uns dann wieder zurück nach Stuttgart. Es waren zwei tolle, erlebnisreiche Tage, wir konnten viel mitnehmen und freuen uns schon aufs nächste Mal!

1.000 Euro Spende von reer 900 506 BerTA - Regenbogenfamilien in Stuttgart

1.000 Euro Spende von reer

Für uns kam die Weihnachtsbescherung dieses Jahr etwas früher. Zum 100-jährigen Firmenjubiläum spendet reer, ein Familienunternehmen in Leonberg, eine Summe von insgesamt 100.000 Euro an verschiedene Einrichtungen und Organisationen, die ihre Arbeit dem Kindeswohl widmen. Reer setzt sich mit seinen Produkten für das Kindeswohl und die Kindersicherheit ein und engagiert sich auch darüber hinaus unter anderem mit dem Übernehmen von Kinderpatenschaften oder mit Produktspenden für Einrichtungen in der Region. Was wir besonders toll finden: Die Mitarbeiter*innen von reer wurden in die Spendenauswahl miteinbezogen, in dem sie ein Herzensprojekt für eine Spende vorschlagen konnten.

Als junge Einrichtung im Wachsen können wir dieses Geld gut gebrauchen und möchten reer herzlich danken, dass wir unten den ausgewählten Organisationen waren.

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